Rethinking Risk: Der Blick über das Index-Trauma hinaus
, Schenkel Joelle
Die Frage, was als traumatisch gilt, bleibt nach wie vor Gegenstand einer langjährigen Debatte in der Traumaforschung. Das DSM-5 begrenzt Trauma auf Ereignisse mit tatsächlicher oder angedrohter Lebensgefahr, schwerer Verletzung oder sexueller Gewalt (Kriterium A). Die ICD-11 definiert Trauma breiter und schliesst auch psychologisch bedrohliche Erfahrungen ein, die das Sicherheitsgefühl einer Person untergraben können - wie beispielsweise Mobbing, Stalking oder emotionale Vernachlässigung. Nicht formal als traumatisch klassifizierte, aber dennoch belastende Lebensstressoren – etwa finanzielle Probleme, Trennungen oder Krankheit – bleiben in der Traumadiagnostik häufig unberücksichtigt. Diese aktuelle Studie untersucht, wie sich diese drei Belastungsarten einzeln und in Kombination auf das Risiko für PTBS und komplexe PTBS auswirken.
Traumadiagnostik: Warum der Kontext zählt
, Jacob Nadja
Traumafolgestörungen zeigen sich nicht bei allen Menschen auf die gleiche Weise. Wie Betroffene ihre Beschwerden erleben und ausdrücken, ist auch durch kulturelle Bedeutungen, soziale Normen und konkrete Lebensbedingungen geprägt. Bei geflüchteten Menschen können zusätzlich Belastungen wie unsicherer Aufenthaltsstatus, Trennung von der Familie, Diskriminierung oder Sprachbarrieren eine wichtige Rolle spielen. Solche Faktoren sollten deshalb in der Diagnostik stärker berücksichtigt werden.
Mitgliederversammlung 2026
, Jacob Nadja
Am 04.06.2026 fand die Mitgliederversammlung online statt.
Ein neuer Vorstand wurde gewählt!
Wir danken herzlich allen bisherigen Vorstands- und Gründungsmitgliedern für das Engagement und die ehrenamtliche Tätigkeit!
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Joelle Schenkel und Dino Semadeni!